Die Autorin

Wie es begann mit meiner Schriftstellerei

 

Die Liebe zum Schreiben habe ich mit zwölf Jahren entdeckt. Damals wollte ich unbedingt eine eigene Geschichte schreiben und habe so ziemlich alles verarbeitet, was mir damals gut gefallen hat. Es wurden 40 Seiten mit der Schreibmaschine - dann gingen mir die Ideen aus. Ich habe diesen Erstversuch aufbewahrt und sehe ihn mir ab und zu zu meiner eigenen Erheiterung an. Der Stil ist zum wegschmeißen!

Mit vierzehn habe ich mich auf das Gedichte schreiben und Lieder komponieren (mit der Gitarre) verlegt. Eine absolut geniale Sache, um seine Gefühle auszudrücken und bestimmte Ereignisse in seinem Leben zu verarbeiten. Nach meiner Schulzeit habe ich dieses Hobby lange ruhen lassen. Ausbildung, Beruf und Kinder haben mich anderweitig auf Trab gehalten. Schreiben ist zeitaufwändig! 

Für meine Kinder habe ich eine Zeit lang selbstausgedachte Gute-Nacht-Geschichten am Bett erzählt. Eine davon habe ich schriftlich festgehalten, weil sie recht gelungen war. Sie heißt „Die Sorgensteine“. (Darin kommt übrigens ein Engel als Führer vor!)

 Danach habe ich wieder einige Gedichte und eine knappe handvoll Lieder verfasst. Auch eine „Engelmeditation“ für einen besonderen Gottesdienst in meiner Gemeinde geht auf mein Konto, weil wir in der Vorbereitungsgruppe keine passende Meditation gefunden haben. 

Vor ein paar Jahren sah ich in einer Zeitschrift eine Anzeige. Darin hieß es, dass ein Verlag Schreibtalente suchen würde. Gerne würden auch Gedichte und Kurzgeschichten genommen werden. Ich dachte: Die Chance! Mit Feuereifer suchte ich die besseren meiner „Kleinodien“ zusammen und schickte sie ab. Bald schon kam die Antwort, dass der Verlag Interesse an meinem Werk hätte. Ich jubelte schon. Da kam der Dämpfer: Ich war an einen Dienstleistungsverlag geraten! Unbedarft wie ich zu dem Zeitpunkt war, dachte ich, Verlag ist gleich Verlag. Weit gefehlt! Für die Publikation und eine komplette Betreuung sollte ich einen Preis hinlegen, den man für einen kleinen Neuwagen berappen muss! Ich fiel aus allen Wolken und begrub meinen Wunsch Autorin zu sein. Der Preis war mir zu hoch. Heute weiß ich, dass nur wenige Autoren wirklich von ihrer Schreiberei leben können. Als „Noname“ kommt dir da die Welt sehr ungerecht vor. 

Wie ich nun doch noch auf die Idee gekommen bin, einen Roman zu verfassen? Einen ausgewachsenen Roman zu schreiben war mein Traum seit ich zwölf Jahre alt war (s.o.!) Damals war ich jedoch der Meinung, dass ich das „nie“ schaffen würde, weil man sich ja „so viel“ ausdenken muss! Als Erwachsene habe ich diesen Traum wieder ausgebuddelt. Ausgelöst durch eine amerikanische Autorin, deren Bücher ich verschlungen habe. Sie verbindet für mich auf faszinierende Weise Fantasy und Reales miteinander. Das hat meine eigene Fantasie beflügelt. Jetzt fehlte mir nur noch ein Thema. Es brachte jedoch nichts mit aller Kraft danach zu suchen. So etwas blockiert nur. Also ließ ich alles laufen und das Thema fand mich. *g* In der Bibel stieß ich zufällig in der Genesis (1. Buch Moses) auf eine interessante Stelle: 

„Als aber die Menschen sich zu mehren begannen auf Erden und ihnen Töchter geboren wurden, da sahen die Gottessöhne, wie schön die Töchter der Menschen waren und nahmen sich zu Frauen, welche sie wollten.“ 

(Glaub jetzt bitte nicht, dass ich bibelfest bin! Aber manchmal ist das Blättern in diesem Buch interessanter als mancher Glaubensmuffel meint.) Ich war elektrisiert! Hier handelte es sich um Engel, die sich reichlich menschlich verhalten haben. Könnte es tatsächlich sein, dass am Anfang der Zeit Engel auf die Erde gekommen waren, um Frauen zu heiraten?, ging es mir durch den Kopf. (Pardon! Ich nehme die Bibel an vielen Stellen nicht wörtlich.) Ich suchte nach weiteren Belegen für die Existenz solcher Engel. In der Bibel selbst: Fehlanzeige! 

Beim Recherchieren fand ich im Internet das „Äthiopische Buch Henoch“, einen apokryphen Text, der zum Alten Testament gehört. (Apokryph: Nicht in den Kanon aufgenommenes, jedoch den anerkannten biblischen Schriften formal und inhaltlich sehr ähnliches Werk) Dort heißt es im ersten Buch, dass einst 200 Wächterengel auf die Erde gekommen waren, weil sie Gefallen an den Menschenfrauen gefunden hatten. Sie heirateten sie verbotenerweise, brachten den Menschen geheimes, himmlisches Wissen und bekamen Kinder, die als 3000 Ellen große, äußerst gefräßige Riesen beschrieben werden. Die Sache ging gründlich schief. Die Engel wurden für ihr sündiges Verhalten bestraft und ihre Riesenkinder vernichtet. Wer die ganze Geschichte lesen will, möge sich über Wikipedia schlau machen. Für mich schrie die Geschichte förmlich nach einer Fortsetzung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Gott diese Engel allen Ernstes bis in alle Ewigkeit verdammen will. Ich hatte mein Thema gefunden! 

Als ich mit dem Schreiben fertig war, habe ich nach Büchern gesucht, die meinem ähneln, um zu sehen, wie "einzigartig" meine Geschichte ist. Gefunden habe ich nur eines. Es heißt „Engelsbraut“, geschrieben von Sabine Svenja Maria Witten. 

Etwa ein Jahr lang habe ich dann, wie so viele Autoren-Greenhorns, versucht, einen Verlag zu finden. Zuerst zuversichtlich, versteht sich. Weil ich überzeugt war, dass mein Thema interessant genug sein müsste, um Aufmerksamkeit zu erregen. Aber da hatte ich die Rechnung ohne die Art und Weise der großen Verlage gemacht. Betrachtet man über die Hälfte der Namen von Autoren, so fällt auf, dass viele Bücher Übersetzungen sind - also Werke, die schon anderswo erfolgreich waren. So bleibt man als Verlag finanziell auf der sicheren Seite. Nachwuchsautoren sind dagegen ein unabwägbares Risiko und werden ziemlich ungern genommen. So mein jetziger Stand der Erfahrungen, der sich sicher mit dem vieler Mitstreiter deckt.

Spaßeshalber habe ich übrigens auch wieder Angebote von Dienstleistungsverlagen eingeholt, mit dem Ergebnis, dass man locker bis über 12000 Euro loswerden kann. Schreckt ab, oder?

Schließlich bin ich bei  BoD (Books on Demand) in Norderstedt bei Hamburg gelandet. Kosten? 78 Euro! 39 Euro pro Band. Was soll ich sagen?  "Lea und Nekael" war zu lang, um zwischen zwei Buchdeckel zu passen. Lach! Noch ein Grund, warum ich als Autorenneuling untragbar bin. Das gleich Problem hat natürlich auch "Saphira und Asasel".

Der Vorteil bei BoD: Da kann jeder veröffentlichen. Logischer Nachteil: Man wird von den "echten" Autoren nicht als vollwertig angesehen.  Und noch etwas: So billig konnte ich es nur haben, weil ich kein Lektorat in Anspruch genommen habe und keine PR. Also nicht die Nase rümpfen, wenn Du vielleicht noch den einen oder anderen Fehler findest oder Du meinst, an diesen oder jenen Stellen hätte das Skript gekürzt werden können. Wegen der fehlenden Werbung verkaufe ich außerdem nur wenige Exemplare. Ich bin also auf begeisterte Leser angewiesen, die den Roman möglicherweise als Geheimtipp weitersagen. 

Was kostet nun das Vergnügen, meine Geschichten im Ganzen zu lesen?

Bei "Lea und Nekael": 33 Euro pro Band (588 bzw. 584 Seiten)

(Ab hier mit Lektorat)

Bei "Saphira und Asasel" Band 1 wohl 28,90 € (460 Seiten) 

Bei "Saphira und Asasel" Band 2 wohl 30,90 € (488 Seiten)

 

Zu guter Letzt möchte ich noch Danksagungen anfügen:

Besonderem Dank gebührt meinem Bruder Klaus Kübler, der mich beim Schreiben sehr unterstützt hat und alles Korrektur gelesen hat. Stundenlang haben wir am Telefon diskutiert. Es kamen wertvolle Tipps dabei heraus, die ich gerne verarbeitet habe.

Danken möchte ich Frau Julia Krause, die als Rezensentin beim Medienportal "Roter Dorn" arbeitet. Sie hat in dem Dschungel von Tausenden von Büchern "Lea und Nekael" herausgefischt,  rezensiert und total super bewertet. Ein Interview hat sie auch mit mir gemacht. Unter:   http://www.roterdorn.de/inhalt.php?xz=interviews&id=22 kann es nachgelesen werden. (Stand August 2009).

Ein großer Dank gebührt des weiteren Edda Bürger. Sie hat mir vor ein paar Jahren geholfen, das Schreiben für mich wiederzuentdecken. Außerdem ist sie mir Muse und Inspiration gewesen. Besonders für "Lea und Nekael". Aber auch bei "Saphira und Asasel", bei dem sie in einem Kapitel federführend mitgearbeitet hat. Im Herbst 2009 hatten wir eine weitere sehr schöne Begegnung. Seitdem weiß ich mit größter Sicherheit, dass "Die Legende der Wächterengel" eine tiefere Bedeutung für mich hat, als ich am Anfang habe ahnen können.

Danken möchte ich für die Bekanntschaft und Freundschaft, die mich über die Weiten des Internets seit "Saphira und Asasel" mit Sylvia Kalchgruber verbindet. Sie steht mir nun nicht nur als Lektorin zur Seite, sondern hat mir auf ihre Weise die Besonderheit meiner Geschichte vor Augen geführt. Mit ihrem Elan hat sie mich mitgerissen. So hat sie eher als ich Flyer für "Die Legende der Wächterengel" verteilt. Ich freue mich sehr, sie an meiner Seite zu haben.

Wie seltsam können verschlungene Pfade sein? Über meinen Nebenjob habe ich Herrn Wolfhard Fechner kennen gelernt. Als ich ihm erzählte, dass ich schreibe, hat er gleich nach den Büchern gefragt. Er sagte, er würde immer mehr Menschen kennen lernen, die schreiben. Was er erstaunlich und faszinierend findet. So hat er angeboten, mich als Regionalautorin zu unterstützen. Demnächst wird auch er Flyer für mich verteilen. Danke!

Vielen Dank auch an meine Freunde und Bekannte, die mir für das Erscheinen meines Romans die Daumen drücken und gerne ein gedrucktes Exemplar in ihren Händen halten möchten. Sie haben mir Mut gemacht und mich in meinem Bestreben, mir einen Verlag zu suchen, bestärkt. Besonders gefreut mich, dass mir absolut fremde Menschen geschrieben haben, dass sie gerne auch "Saphira und Asasel" lesen würden. Ohne ihren Ansporn würde ich eine weitere Veröffentlichung der Romane schwer überlegen. So wird "Saphira und Asasel" hoffentlich ab Ende September zu beziehen sein. 

Diese Homepage konnte nur entstehen, weil mir mein Mann und meine Töchter liebenswerterweise zur Seite gestanden haben. Ohne sie würde es diese Internetseite nicht geben.

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